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Jochen Molitor

Lehrstuhl Prof. Dr. Jessen

DFG-Projekt "Medizin im 'Dritten Weltkrieg': Die bundesdeutsche Ärzteschaft und der Zivilschutz, 1960-1990"

Historisches Institut
Mittlere und Neuere Geschichte
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Kontakt

Gebäude, Raum:  Meister-Ekkehart-Str. 11, 0.02

Tel.-Nr.: +49 (0)221 / 470-1031

jochen.molitor@uni-koeln.de

Sprechstunde

Nach Vereinbarung

Veranstaltungen + ILIAS

WS 2013/14:

Einführungsseminar: Si vis pacem para bellum? Kriegsvorbereitungen zweier deutscher Staaten, 1955-1990

WS 2012/13:

Einführungsseminar: "Der Atomtod bedroht uns alle" - Krisen und Konflikte um Atomwaffen in Deutschland während des Kalten Krieges, 1955-1986

Kurzbiografie

10/2002 Studium der Geschichte und Englischen Philologie an der Universität zu Köln

10/2005-6/2006 Studium English Studies und Film/Drama Studies am Trinity College Dublin

6/2010 Erstes Staatsexamen Lehramt Gymnasium/Gesamtschule

9/2010-6/2012 Lehrer am Heinrich-Mann-Gymnasium Köln

7/2012-3/2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Jessen

Seit April 2014 Bearbeiter des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts "Medizin im 'Dritten Weltkrieg': Die bundesdeutsche Ärzteschaft und der Zivilschutz, 1960-1990"

Publikationen

Mit der Bombe überleben: Die Zivilschutzliteratur der Bundesrepublik 1960-1964. Marburg 2011.

Lehren für den Verteidigungsfall: Die Flutkatastrophe von 1962 und der bundesdeutsche Zivilschutz, in: Martina Heßler/Christian Kehrt (Hrsg.), Die Hamburger Sturmflut von 1962: Risikobewusstsein und Katastrophenschutz aus technik- und umweltgeschichtlicher Perspektive. Göttingen 2014.

Tagungsbericht: Den Protest regieren. Staatliches Handeln, neue soziale Bewegungen und linke Organisationen in den 1970er und 1980er Jahren, 6.-7.11.2014, in: H-Soz-Kult, 3.3.2015, .>http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-5852.

Die totale Verteidigung? Zivilschutz - aus zeithistorischer Perspektive, in: Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik 3 (2015), S. 389-405.

Vorträge

"Das Mögliche für möglichst Viele": Die bundesdeutsche Ärzteschaft und die Katastrophenmedizin. Tagung "Experten des Krieges nach 1945", Universität Augsburg, 1.11.2013.

Zwischen "Grundschutz" und "Totaler Verteidigung": Der bundesdeutsche Zivilschutz aus zeithistorischer Perspektive. Seminar "Universität und Bevölkerungsschutz", Akademie für Katastrophenmanagement, Notfallvorsorge und Zivilschutz (AKNZ), 16.12.2013.

"Das Mögliche für möglichst Viele": Die bundesdeutsche Ärzteschaft und die Katastrophenmedizin. Tagung "Die Organisation des Notfalls. Handeln zwischen Notfallplan, Regelverletzung und Sicherheitsfassade", Universität Freiburg, 18.9.2014.

Katastrophe als Beruf: Die bundesdeutsche Ärzteschaft und der "Ernstfall", 1960-1990. Projektvorstellungen am Historischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München (am 21.5.2015), am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Uniklinik Köln (am 30.6.2015) sowie am Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der Uniklinik RWTH Aachen (am 3.11.2015).

Teilnahme am Panel "Studies of Profession, Movements and the Critique of Civil Defense and Disaster Medicine". Workshop "Transnational Perspectives on Civil Defense, Universität Zürich, 10.3.2017.

Aktuelles Forschungsprojekt

Medizin im "Dritten Weltkrieg": Die bundesdeutsche Ärzteschaft und der Zivilschutz, 1960-1990

In diesem Forschungsprojekt geht es darum, wie sich deutsche Ärzte während des Kalten Krieges auf den atomaren "Ernstfall" vorbereiteten. Aus institutions-, sozial- und kulturgeschichtlicher Perspektive sollen Denkmuster und Handlungsweisen medizinischer Experten im Angesicht der kaum lösbaren Problemstellung untersucht werden, sowohl in einem vorstellbaren Krieg der Supermächte, als auch in einer zivilen Großkatastrophe das Überleben möglichst Vieler zu ermöglichen. Es ist danach zu fragen, wie die historisch beispiellose Gefahr einer atomaren Massenvernichtung professionsspezifisch thematisiert und in "handhabbare" Handlungskonzepte umgesetzt wurde. Der Transfer und die Transformationsprozesse relevanter Wissensbestände zwischen militärischer und ziviler Ärzteschaft sowie insgesamt zwischen Zivil- und Katastrophenschutz müssen dabei ebenso berücksichtigt werden wie die Entstehung der Katastrophenmedizin, die kulurelle (Selbst-) Darstellung ihrer Protagonisten und deren Kontakt zu den politischen Entscheidungsträgern und der potenziell betroffenen Bevölkerung.

Forschungsgebiete

  • Geschichte des Zivilschutzes
  • Geschichte des Kalten Krieges
  • Deutsche Zeitgeschichte nach 1945
  • Professions- und Wissensgeschichte